Presse
12.02.2018, 10:10 Uhr
Unterstützung von Maßnahmen für die Teilhabe von taubblinden Menschen in Hessen
• Kommunizieren ist ein menschliches Grundbedürfnis • Menschen mit Hörsehbehinderung den Zugang zum Leistungssystem der Sozialgesetzbücher erleichtern • Im Doppelhaushalt 2018/19 stehen jeweils 150.000 Euro zur Verfügung Bei der jüngsten Sitzung des Sozial- und Integrationspolitischen Ausschusses wurde ein überfraktioneller Antrag betreffend Assistenz für taubblinde Menschen einstimmig beschlossen. Dazu erklärte der behindertenpolitische Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Michael Reul:
Landtagsabgeordneter Michael Reul
„Das im Landtag beschlossene Landesblindengeldgesetz stellt sicher, dass blinde Menschen auch nach der Erhöhung des Pflegegeldes durch bundesgesetzliche Regelungen weiterhin das Landesblindengeld erhalten. Unser Anliegen ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen der Gesellschaft zu fördern und voranzubringen. Menschen mit Behinderungen muss eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft genauso möglich sein wie Menschen ohne Behinderungen. Allerdings ist für einige Menschen mit Behinderung der Zugang zum Leistungssystem der Sozialgesetzbücher erschwert. Dies betrifft z.B. taubblinde Menschen, die bei Kommunikation auf die taktile Gebärdensprache angewiesen sind und daher einen besonderen Assistenzbedarf haben. Umso erfreulicher ist es, dass im Doppelhaushalt 2018/19 Mittel bereit gestellt werden, um den Bedarf an Assistenzqualifikation für Menschen mit Taubblindheit zu ermitteln. Außerdem sollen weitere Schritte eingeleitet werden, um diesen Bedarf zu decken. Dies kann zum Beispiel die Finanzierung von Taubblinden-Assistenz-Qualifikationen sein. Für die Jahre 2018 und 2019 sind dafür Mittel von jeweils 150.000 Euro vorgesehen.“