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10.11.2017, 11:22 Uhr
„Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss mehr als eine Floskel sein“
Dr. Katja Leikert setzt sich für Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter ein
Die Sondierungsverhandlungen zwischen CDU, CSU, FDP und Bündnis90/Die Grünen zur Bildung einer Jamaika-Koalition biegen auf die Zielgerade ein. Für Dr. Katja Leikert ein guter Zeitpunkt, um noch einmal vehement die Verankerung eines Rechtsanspruchs auf Betreuung im Grundschulalter in einem möglichen Koalitionsvertrag einzufordern.
Dr. Katja Leikert (MdB)
„Die viel zitierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss mehr als eine Floskel sein. Natürlich hat sich in den vergangenen Jahren bereits viel getan – erinnert sei hier beispielsweise an die massiven Investitionen im U-3-Bereich durch den Bund. Nach der Geburt eines Kindes stellt sich für viele Familien aber spätestens mit dem Eintritt in die Grundschule nach wie vor die Frage: Und jetzt?“ Die Hanauer Bundestagsabgeordnete, die auch Vorsitzende der Frauen Union im Main-Kinzig-Kreis ist, setzt sich daher dafür ein, dass die Forderung aus dem Regierungsprogramm von CDU und CSU in praktische Politik umgesetzt wird. Darüber hinaus plädiert sie für eine Abänderung des so genannten Kooperationsverbotes. „Es muss dem Bund möglich sein, mehr finanzielle Verantwortung in Bildungseinrichtungen zu übernehmen. Damit werden die Kommunen entlastet und die Flächendeckung sichergestellt.“ Mit Blick auf Hessen weist Leikert ausdrücklich auf den „Pakt für den Nachmittag“ hin. Hier übernehmen Land und Schulträger im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung gemeinsam Verantwortung und sorgen so für ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot an Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen an fünf Tagen in der Woche von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und in den Schulferien. Bestehende Angebote können in das neue Konzept integriert werden. Über 160 Schulen nehmen landesweit bereits am „Pakt für den Nachmittag“ teil. Die Entscheidung darüber, ob ihre Kinder das Angebot wahrnehmen, liegt aber weiterhin in den Händen der Eltern. Nach längerer Debatte hat auch der Kreistag des Main-Kinzig-Kreises auf Antrag der CDU eine Bedarfsermittlung in den Kommunen zur Umsetzung des „Pakts für den Nachmittag“ beschlossen. Leikert: „Aus meiner Sicht ein längst überfälliger und notwendiger Schritt, dem nun konkrete Taten folgen müssen. Jetzt geht es darum, sich sowohl im Kreis, als auch in den Kommunen und in den Schulkonferenzen engagiert auf den Weg zu machen und individuelle Lösungen zu finden, statt Probleme zu beschreiben.“
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