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11.04.2017, 10:54 Uhr
Den Tagen mehr Leben geben
Hospiz in Gelnhausen wird im Mai eingeweiht/Peter Tauber besucht Baustelle

„In einem Hospiz geht es nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ – diesen Leitspruch hat sich der Förderkreis Hospiz Kinzigtal auf die Fahnen geschrieben. Im Rekordtempo – von einer ersten Informationsveranstaltung im Herbst 2013 bis heute – hat der Förderkreis, der mittlerweile von über 300 Mitgliedern und zahlreichen Kommunen aus dem Main-Kinzig-Kreis mitgetragen wird, die Eröffnung eines stationären Hospizes in Gelnhausen auf den Weg gebracht. Am 27. Mai soll die Einrichtung in den Räumen des ehemaligen Kreisruheheims in Gelnhausen eingeweiht werden; bereits ab August sollen hier die ersten Gäste einziehen.

V.l.n.r.: Antje Kornhuber, Rolf Heggen, Dr. Peter Tauber und Eugen Glöckner. Foto: Koch

Der heimische Bundestagsabgeordnete und CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber, der den Förderkreis seit längerem als Mitglied unterstützt, überzeugte sich kürzlich vom Stand der Umbauarbeiten. Der Vorsitzende des Förderkreises Hospiz, Rolf Heggen, sowie die Vorstandsmitglieder Eugen Glöckner und Antje Kornhuber hießen Tauber zu einem Rundgang über die Baustelle willkommen. Acht Schwerstkranke können hier bald ohne Angst vor Schmerzen und dem Alleinsein ihren letzten Lebensabschnitt verbringen. Die hellen und freundlichen Zimmer erlauben Ein- und Ausblicke in die historische Altstadt und bilden eine Oase der Ruhe mitten in Gelnhausen. Auch für die Angehörigen stehen Gästezimmer bereit, damit sich die Bewohner und ihre Familien stets ganz nah sein können. Als Träger fungiert der Caritas-Verband. „Selbstverständlich wird die Einrichtung aber allen Konfessionen offen stehen“, betonte Rolf Heggen. 

Der Vorsitzende hob die große Unterstützung hervor, die dem Förderkreis von Beginn an seitens des Main-Kinzig-Kreises, insbesondere bei der Suche nach einer passenden Immobilie, aber auch seitens des Bundes durch die Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativgesetzgebung zuteil geworden sei. Dieser „Rückenwind von allen Seiten“ habe maßgeblich dazu beigetragen, dass das Projekt, für das zunächst ein Zeithorizont von zehn Jahren veranschlagt worden war, so viel schneller in die Realität umgesetzt werden konnte. 

„Es ist wirklich beeindruckend, was der Förderkreis Hospiz hier in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat. Besonders freue ich mich, dass die Sensibilität für dieses nicht einfache Thema in der Bevölkerung so gestiegen ist – das zeigen nicht zuletzt die wachsende Zahl der Mitglieder, aber auch die umfangreichen Spenden, die an den Förderkreis geleistet werden“, so Tauber. Auch die Tatsache, dass sich immer mehr Ehrenamtliche als Hospizhelfer engagierten, spiegele diese Entwicklung wider.

Statt Trauer und Leid soll auch im Gelnhäuser Hospiz eine positive und gelöste Stimmung den Alltag bestimmen, um den Betroffenen das Abschiednehmen leichter zu machen und letzte Wünsche zu erfüllen, das haben sich alle Beteiligten schon heute fest vorgenommen. Peter Tauber wird den Förderkreis bei seinem Vorhaben auch weiterhin unterstützen.

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